Montag, 28. März 2011

So Leute ich muss jetzt einmal was negatives loswerden.
Ich bin ehrlich gesagt sehr erschrocken wie hier in Brasilien mit Frauen umgegangen wird.
Samstag war defenitiv zu viel. Der kleine tropfen der das Fass zum ueberlaufen brachte. Die Maenner hier meinen sie koennten alles machen. Sie meinen die Frauen muessen in der Kueche stehen und die Kinder zeugen. Die Maenner duerfen ihrer meinung nach betruegen und luegen was das Zeug haelt! Ich bin stink sauer..
Samstag war ich mit meinen Freundinnen feiern. Wir waren Vip und hatten somit frei getraenke, was einer Freundin gar nicht gut bekam. Ihr ging es schlecht und wir beschlossen den Club zu verlassen und nach hause zu fahren. Allerdings mussten wir noch auf einen Freund warten der mit Auto da war. Da es meiner Freundin wirkilich dreckig ging haben wir uns auf die Stufen vor dem Club gesetzt. Eine Gruppe Maenner verliess den Club nach uns. Sie stellten sich vor die Stufen und meinten sie muessten dumme Sprueche ablassen und lachen. Einer fing an mich unangenehm anzufassen. Ich wurde sauer, und meinte, sie sollen weggehen und ob sie nciht sehen wuerden, dass es meiner Freundin schlecht geht. Niemand aber hoerte auf mich. Der eine kam mir immer naeher und es wurde immer unangenehmer, er fing an meinen Nacken zu kuessen und mich mehr und mehr zu begrabbeln. Ich drehte mich zu ihm und machte ihn an er solle weggehen. Er fing an sich ueber meinen Akzent in Portugiesisch lustig zu machen. Ich meinte: "Wenn dir mein portugiesisch nicht passt, dann rede deutsch, englisch oder franzoesisch mit mir!". Daraufhin begrabbelte mich weiter und meinte ich habe kein Recht soetwas zu sagen, denn er sei der "dono" und ich sei nur die Frau, ich sei nur auf dieser Welt um Sex zu haben und Kinder zu kriegen, Frauen seien geschaffen um die Maenner zu befriedigen.
NIEMAND AUF DIESER WELT SAGT MIR DAS ICH NUR HIER BIN UM MAENNER ZU BEFRIEDIGEN!! ICH HABE DIE GLEICHEN RECHTE UND MAENNER SIND KEIN STUECK BESSER ALS WIR FRAUEN!
Ich brauste auf und schrie ihn aus voller Kehle an. Ich fuehlte mich so gedemuetigt und ungerecht behandelt wie noch nie in meinem Leben! Seine Freunde standen mitlerweile um uns rum, zeigten mit den Fingern auf uns und lachten herzhaft.
Wir sassen direkt vorm Eingang, aber die Tuersteher standen nur dort und machten nichts. Es waren auch nciht nur die Tuersteher da, nein, es war voll von anderen Leuten die auch gerade auf Taxis oder Freunde warteten, aber alle starrten uns nur an oder lachten sogar. Ich beschloss, diese Mistkerle einfach nicht mehr zu beachten und kuemmerte mich um meine Freundin. Auf einmal fingen alle wieder an zu groelen und als ich mich umdrehte sah ich, dass dieses Arschloch, das vorher noch neben mir sass, jetzt hinter mir stand und mit seinem Penis ein paar Zentimeter von meinem rumspietle und Sexbewegungen machte. Ich stand auf und ging zu den Tuerstehern, denen eine meiner Freundinnen, die ganze Zeit versuchte klar zu machen, dass es ihr Job sei in solchen Faellen einzuschreiten. Sie machten allerdings nichts. Ich half meiner Freundin hoch und wir schleppten sie auf die andere Seite des Clubs, gluecklich, dass uns niemand folge. Als allerdings der Freund mit dem Auto kam und wir einstiegen, hielten sie ihre nackten Aersche an die Fenster und lachten. Wir beachteten sie nicht weiter und fuhren nach hause.
Ich wurde noch nie so respektlos behandelt in meinem ganzen Leben.

Mittwoch, 9. März 2011

CAAAAAAAAARNAAAAAAVAL!
Die letzten 4 Tage war Carnaval, was mich so einiges feststellen liess.

1. ICH LIEBE CARNAVAL und es ist nach Weihnachten und meinem Geburtstag die beste Zeit im Jahr.

2. Brasilianer drehen einfach nur durch zu dieser Zeit.

3. Ich bin nicht lesbisch.

4. Naechstes Jahr werde ich wohl oder uebel nach Koeln reisen muessen, da Brasilien jedes Jahr zu Carnaval wohl zu teuer werden wird.

5. Ich liebe einfach Carnaval!

Ok, so jetzt gibts ne Kurzbeschreibung fuer die, die keine Ahnung von Carnaval haben.

Das, was ihr aus dem Fernsehen kennt ist in Rio de Janeiro. So ein Platz um heisse Brasilianerinnen in glitzer unterhoesschen Samba tanzen zu sehen kostet ueber 1000 Euro.
Der richtige Carnaval spielt sich auf der Strasse ab. Es gibt Wagen mit Musik (diese heissen bloecke) und alle tanzen, singen und kuessen. UND WIE!
Es faengt schon Mittags mit den ersten Bloecken an und endet morgens so zwischen 4 und 7. Wie die Brasilianer das 4 Tage lang durchhalten? Einfache erklaerung: mengen an Bier und Pinga.
Viele Maenner verkleiden sich als Frauen (auch wenn sie nciht schwul sind!). Verkleidung ist aber nicht pflicht, jeder kann so gehen wie er will!
Musik, die gespielt wird, ist Axé aus Bahia, meistens zumindest.
Lautes getrommel und froehlicher gesangt, der nur aus einer Strophe besteht die sich die ganze Zeit wiederholt, so das auch wirklich JEDER den Text nach spaetestens 20 Minuten kann.

Was soll ich sagen? Carnaval bedeutet einfach nur eine MENGE Spass! :)















Mittwoch, 23. Februar 2011

Guten Tag liebe Leser!
Lange ist es her: mein letzter Blog eintrag.
Mitlerweile bin ich in meiner 3. Gastfamilie angekommen. Es war Weihnachten, Silvester und mein Geburtstag UND der "Dreamtrip", der einfach der hammer war. Einen Monat mit 40 Austauschschuelern durch nordost Brasilien. Das Programm war super voll: Stadttour in jeder Stadt (die ersten Staedte voller begeisterung.. allerdings laesst die begeisterung etwas nach wenn man jeden 2. Tag ne neue rundtour mitmacht), Wasserfaelle runterrutschen, Capoeira Shows und Tanzstunden, genau wie Tanzstunden in Samba, Funk und Forró, trekking, Tropfsteinhoehle, Schildkroeten Schutzgebiet, Bootstouren zu einsam verlassenen wunderschoenen Straenden, Carnival, Buggy ride, viele Straende, feiern und reiten am Strand, was uns so gut gefallen hat das wir am naechsten Strand gleich wieder Pferde mieten wollten. Bloede Idee einfach bei irgendwem ein pferd auszuleihehn fuer 15 Reais die Stunde (ca. 5 Euro). Na ja diese Geschichte muss ich von vorne erzaehlen. Dieser Mann am Strand hatte 3 Pferde, wir waren aber 4 Personen. Dummerweise war ich die jenige die kein Pferd mehr abbekommen hat, nach kurzem rumgezicke, das ich aber auch mit will, meinte er, er haette noch ein Pferd fuer mich. Kurz darauf kam ein kleiner Junge mit einem Pferd. Er meinte zu mir ich sollte vorsichtig sein (zu dieser Zeit wusste ich noch nicht das mir ein Wildpferd angedreht wurde). Ich als erfahrener fast Profireiter (zumindest dachte ich das...) meinte das sei kein Problem fuer mich. Also schwang ich mich aufs Ross. Kaum sass ich galoppierte dieses scheiss Fiech allerdings los als haette ich es mit einem Elektroschocker behandelt. Ich klammerte mich am Sattel fest und versuchte alles, um dieses wildgewordene Biest zu stoppen. Aber es hoerte nicht. Es rannte und rannte immer schneller. Bloederweise in ein gebuesch wo mein Bein gegen einen Holpfahl schlug. Zum glueck stoppte einer der Maenner, dem Pferde gehoerten, mich und das Teufelspferd. Mein Bein schmerzte und blutete stark. Die Maenner fingen an es mit Stuecken von dem Pferdesattel zu putzen was mich dazu brachte hysterisch rumzuschreien das sie aufhoeren sollten Bakterien in meine Wunde zu schmieren. Ein Mann dachte ich wuerde schreien vor schmerzen und setzte mich pront auf eine Pferdekutsche um mich damit ins Krankenhaus zu fahren. "Krankenhaus". Da wir in einer sehr sehr kleinen, weit von zivilisation entfernten stadt waren, war dieses Haus, was sie als Haus fuer Kranke oder auch "Krankenhaus" bezeichneten, sehr bescheiden. Es war ein Schuppen mit einem "Arzt". Dieser dort beschaeftigte Mensch wischte mir das Blut weg, saeuberte alles ein wenig und schmierte irgendeine Creme drauf. Er meinte 3 Tage sollte ich nicht ins Wasser und es geschlossen halten, danach koennte ich alles machen was ich wollte. So tat ich es auch. Ich beachtete meine Wunde wenig da ich keine schmerzen hatte und ich dachte sie wuerde heilen, ich muss dazu sagen ich hab nicht das beste wissen wie eine heilende wunde auszusehen hat. 20 Tage spaeter in Rio machte mich jemand darauf aufmerksam das meine Wunde gar nicht gut aussah. Schwarz und geschwollen und dick rot umrandet. Eine von der Organisation meinte wir sollten mal den Arzt in dem Shoppingcenter besuchen. Der warf einen kurzen Blick auf meine Wunde und meinte nur: "Ich mach hier nichts dran, ihr geht SOFORT ins Krankenhaus. Wenn nicht jetzt, dann hat sie naechste Woche kein Bein mehr!"
Da ich natuerlich meine Krankenkassenkarte gut zuhause aufbewahrte mit meinem Impfpass und allen anderen nutzbaren Dokumenten, konnte ich in kein Privates Krankenhaus gehen. Was in Brasilien, wie es sich herausstellte, dringend noetig ist. Das oeffentliche Krankenhaus war mein persoehnlicher Albtraum. All die Menschen, die ich sonst auf der Strasse gesehen habe waren dort anscheinend versammelt. Als dann von mir verlangt wurde in die Notaufnahme zu gehen, hoerte bei mir der Spass auf. Mahr als 50 Betten, schreiende Menschen, Blut, Blut, Blut. Um uns herum spazierte die ganze Zeit ein vollgedroehnter Junkie, der seine Spritze noch im Arm hatte. Ich konnte dort nicht reingehen. Ich fing promt an wie ein kleines Kind zu heulen und rumzuschreien das ich da keinen Fuss reinsetzen werde und das ich meinetwegen ein privates Krankenhaus selber bezahle. Aber die Person von der Organisation liess mich nicht gehen und so musste ich doch diesen Raum betreten. Es stank furchtbar und ich wollte nichts anderes als raus! Dann kam allerdings mein Engel. Meine persoenliche Rettung. Eine Deutsche Aerztin die dort seit kurzem arbeitete. Sie beruhigete mich und behandelte mich sofort. Sie schnitt das entzuendete raus und reinigte alles ordentlich. Sie sagte mir noch einmal das ich glueck gehabt hatte rechtzeitig gekommen zu sein und das ich glueck habe mein Bein noch zu haben. Mitlerweile ist alles in ordnung. In 3 Wochen darf ich wieder schwimmen und mich sonnen! :)
Ich glaube das war so ziemlich die interessanteste Geschichte der letzten Zeit.
Ansonsten geh ich viel mit meinen Freunden aus und geniesse es hier zu sein. Bald ist mein erster Schultag, ich bin aufgeregt! :D





























Samstag, 30. Oktober 2010

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen bei meiner neuen Familie und es ist super! Ich liebe es zum College zu gehen, ist einfach viel entspannter als Schule und die Leute sind mir auch sympatischer. Mit meiner Gastschwester komme ich super gut klar und wir machen sehr viel zusammen. Vorgestern waren wir in der Stadt und ich muss mal eben erwähnen das ich so ein guter Mensch bin! Immer wenn ich durch die Stadt gehe tun mir die armen Menschen so leid. Vorgestern habe ich also Schokolade gekauft und den armen gegeben, damit sie wenigstens für einen kurzen Moment glücklich sind (die Schokolade war super lecker weiße Schokolade mit Nuss und Rosinen). Carol (meine Gastschwester) fand die Situation eher lustig als nett, genauso wie die anderen Leute auf der Straße. Ich verstand einfach nicht wieso Leute an mir vorbei gingen und mich auslachten als ich vor einem Penner kniete und ihm die Schokolade vor die Nase hielt. Komischerweise wollte er sie nicht annehmen, aber ich war hartnäckig und total begeistert von meiner Idee mit der Schokolade. Na ja, irgendwann wurde mir die Situation mit dem Penner allerdings zu blöd und ich war die Schokolade in das Körbchen für Geld was vor ihm Stand. Carol die sich vor lachen gar nicht mehr halten konnte erklärte mir als wir weiter gingen und meine Schokolade leer war, dass die Menschen auf der Straße kein Essen wollen, sie wollen nur Geld für Drogen, die Menschen allerdings die nicht auf der Straße saßen würden von Organisationen, wie auch Rotary stark unterstützt werden. Ich glaubte ihr nicht wirklich und war etwas geschockt wie die Menschen hier so naiv sein konnten und denken konnten das jeder der auf der Straße lebt Drogen nimmt. Nachdem Carol mir das erzählt hatte wollte ich unbedingt zurück gehen und sehen ob er die Schokolade gegessen hatte. Als wir da waren war die Schokolade weg und er schaute mir in die Augen und lächelte mich an. Also doch eine gute Tat!
Gestern war ich erst bei Portugiesisch. Danach holte mich meine Gastmutter ab und wir fuhren ein bisschen in der Stadt rumbummeln. Sie wollte mir unbedingt Unterwäsche kaufen, da sie meinte meine Unterwäsche sei nicht so angemessen. Danach wollte sie Schuhe gucken, sie betonte das sie NUR gucken wollte, da ihr Mann sie umbringt wenn sie sich Schuhe kaufen würde. Das ließ ich einfach mal so stehn. Im Schuhgeschäft angekommen fingen ihre Augen an zu glänzen und die fing an einen Schuh nach dem anderen anzuprobieren. 2 Verkäuferinnen brachten ihr immer wieder neue Modelle. Ich saß nur da und beobachtete das Spektakel, denn quasi der halbe Schuhladen kümmerte sich nur um meine Gastmutter. Nachdem sie Berge an Schuhen anprobiert hatte, beschloss sie 3 Paar zu kaufen. Sie schaute mich an und sagte wieder ihr Ehemann würde sie umbringen. Diesmal fragte ich wieso er das tun sollte, worauf sie antwortete das sie schon über 125 Paar Schuhe hat aber diese Schuhe unbedingt haben muss, da sie noch keine blauen Lackpumps und keine orangenen Lackpumps und keine spitzen lilanen Lackpumps besitzt. Das verschlug mir etwas die Sprache. :D
Danach musste sie noch zum Friseur, Maniküre, Pediküre, wachsen und Augenbrauen zupfen. Mir wurde Spontan noch wachsen ausgegeben. Als wir nach Hause kamen stand dann auch noch als Überraschung ein neues Auto für meine Gastmutter vor der Tür.
Ich habe noch gar nicht von dem Haus berichtet! Es ist riesig. Ich habe mein eigenes großes Zimmer mit Badezimmer. Die Dusche in dem Badezimmer ist göttlich mit einem riesen Duschkopf! Außerdem wohnt hier noch Milly, ein kleiner Hund, so klein das man ihn fast als Hasen bezeichnen könnte. Milly wird von vorne bis hinten betüdelt, gewaschen, parfümiert, frisiert usw. Mich nervt der Hund etwas da er immer meine Füße ableckt. Ja, sie sind gewaschen!
Meine erste Familie und zweite Familie glaubt an Spiritismus, weshalb mir viel darüber erzählt wurde. Ich fand alles super interessant und habe angefangen mich im Internet mehr und mehr darüber zu informieren. Gestern war ich das erste mal bei einer Sitzung. Es war in einem Stickigen Raum der voll mit Leuten war. Vorne saßen 3 Menschen die Geschichten erzählten, da sie sehr klar und deutlich sprachen konnte ich einigermaßen viel verstehen. Nach und nach wurden Leute in einen Raum geführt. Als ich dran war wurde mir schon ein wenig mulmig. Der Raum in den ich geführt wurde war vollkommen dunkel. Ich sollte mich auf einen Stuhl setzen und ein Mann fing ein mit seine Hände um mich herum zu bewegen und immer wieder auszuschütteln. Anfangs machte es mir Angst doch je länger er es machte, desto ruhiger wurde ich und desto mehr konnte ich mich darauf einlassen. Irgendwann hörte er auf, legte seine Hände auf meinen Kopf und fing an etwas zu flüstern. Ich weiß nicht wie ich das Gefühl was in mir war beschreiben kann, aber es war irre.
In der Nacht konnte ich nicht sonderlich gut schlafen ich musste die ganze Zeit an diese Sitzung denken und es war außerdem sehr heiß. Das alles hat mich sehr fasziniert und ich habe vor jetzt regelmäßig mit meiner Familie dorthin zu gehen.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Lange hab ich nichts von mir hören lassen, es wird mal wieder Zeit, nicht das ich noch vergessen werde! :D
Die letzte Zeit war super! Feiern bis die Sonne aufgeht, Strand, Kokoswasser, und, und, und. Mitlerweile würde ich behaupten ich habe mich gut eingelebt. Es passieren zwar hin und wieder ein paar Missgeschicke, zum Beispiel kann ich alle die nach Brasilien gehen nur vor unbekannten Früchten warnen, erst kompletter Glückrausch und man kann nicht aufhören zu tanzen und zu lachen, danach kommt das böse erwachen und häufiges Magen entleeren.
Ich fühle mich rundum wohl und gehe immer mit einem Strahlen die Straßen entlang weil ich so glücklich im Moment bin! :)
Neuerdings habe ich 2 mal die Woche Portugiesisch Unterricht und sieh an auf einmal wird auch das besser!
Außerdem liebe ich die Rotary meetings, man glaubt es kaum aber ich amüsiere mich jede Woche prächtig in meinem Club. Alle sind so lieb zu mir und kümmern sich total gut um mich, wenn erstmal die langen Reden vorbei sind und das gute Essen kommt ist es immer sehr lustig.
Anfangs bin ich nicht jede Woche zu Rotary gegangen, ich fand es langweilig da ich die einzige Austauschschülerin war und immer so lange geredet wurde. Das änderte sich allerdings als ich Nachts einmal am Rotary Haus vorbei spaziert bin und mich wunderte wieso denn bunte lichter zu sehen waren und lauter Bass aus den geöffneten Türen drang. Ich entschloss spontan mal hinein zu schaun und was ich sah konnte ich erst gar nicht glauben!
Alle die zuvor mit Hemd und Kragen am Podest saßen und mich mit ihren Reden langweilten tanzten mit aufgeknöpften Hemden und engen Röcken zu heißer Musik! Und wie sie tanzten! Ich bin ca. 30-40 Jahre jünger als die meisten und ich kann nicht so mit dem Po wackeln wie sie! :D Ich wurde stürmich begrüßt und gleich zum tanzen aufgefordert. Es war wirklich witzig und ich habe fast alle ein wenig besser kennen gelernt.
Seit dem freu ich mich immer auf den Donnerstag wenn ich alle wieder sehe. :)
Heute zieh ich zur Probe 10 Tage zu meiner 2. Familie. Sie sind super lieb und obwohl ich meine Familie sehr ins Herz geschlossen habe freu ich mich auf meine 2. Familie!
Ich habe einen kleinen Gastbruder und eine 22 järige Gastschwester die schon plant was wir alles zusammen unternehmen können. Die nächsten 10 Tage geh ich auch nicht zur Schule sondern zur Uni was bestimmt auch super cool wird.
Mit meiner jetzigen Familie habe ich schon abgemacht das ich Weihnachten auf jeden Fall mit ihnen verbringen werde und habe auch schon einen Friseurtermin am 24.12.!
Ich muss jetzt weiter packen, werde mich aber in nächster Zeit wieder öfter melden!

Montag, 27. September 2010

Oi!
Letztes Wochenende war es endlich soweit! Meine erste Orientation in Ubatuba!
Leider fing die nicht so super an. Ich bin zusammen mit Freunden meiner Gastfamilie und Reiko nach Ubatuba gefahren. Die Strecke nach Ubatuba ist ziemlich kurvig, was Reikos Magen leider gar nicht gut bekam. Da ich netterweise den Job des Haare haltens und Mund abwischen bekam und im ganzen Auto sich ein penetranter Geruch verbreitete musste ich mich 1 1/2 Stunden zusammen reißen meinen Mageninhalt nicht hinaus zu befördern. Als dann in Ubatuba die frische Regenluft in meine Atemwege drang ging es mir schon wieder brilliant! Ja, ihr habt richtig gelesen REGENluft. Es hat nemlich in Strömen geregnet. Was allerdings egal war, da es so cool war alle Austauschschüler zu treffen!
Erst wurden ein paar Reden gehalten, welche ich allerdings nicht verstanden haben, dann hatten wir Portugiesisch Unterricht und danach sollte jedes Land mit einer kreativen Presentation sein Land vorstellen. Wir 3 Deutschen waren etwas überfordert mit der Situation und haben dann einfach "Komm hol das Lasso raus!" gesungen und getanzt, was komischerweise echt gut ankam! :D Doch mit Abstand am lustigsten war die aller letzte Präsentation. Es waren nur noch USA, Kanada und Thailand übrig. Alle drei verdammt unkreativ, was der Grund dafür war das diese drei Länder einfach mal zusammen gelegt wurden. Da die Kulturen sich nicht so ergänzen, wurde bei Youtube einfach Eminem angemacht. Nick aus den USA "rappte", die anderen beiden waren seine Tänzer. Danach sind wir in ein Restaurant gegangen um Lunch zu haben. Ich war mit ziemlich sicher das der Tisch in der Mitte ein riesen Buffet war und schaufelte mir einen Teller nach dem anderen Voll. Glücklich über das viele leckere Essen saß ich an meinen Platz und plauderte mit den anderen Austauschschülern. Als auf einmal eine Fau anfing irgendwas rumzuschreien, was ich allerdings nicht verstand, war ja auch anscheinend nicht wichtig, da es natürlich nicht mich betreffen konnte. Erst als die ersten anfingen zu lachen und mich blöd anzugucken wurde ich misstrauisch. Als dann aber ein Rotarier zu mir kam und mir mein Essen wegnehmen wollte wurde ich allerdings ein wenig pampig, ich war schließlich hungrig! Doch kurz darauf verstand ich: es war kein Buffet, man musste seinen Teller wiegen lassen und bezahlen! Diese Situation war mir so super peinlich, das ich sofort knallrot anlief und beschloss, das zu tun, was alle taten: lachen. Leider musste ich so sehr lachen das mir die tränen kamen und alle auf einmal dachte ich würde weinen, was die Situation noch peinlicher machte. Zum Glück bezahlte Rotary mein Essen und meinte das wäre okay. Das Negative an der Sache war das alle anderen Austauschschüler dachten ich wäre etwas verrückt, aber sie mögen mich anscheinend trotzdem. Danach gings ab ins Hotel um zu Duschen und sich frisch zu machen. Ich war mit Rikke aus Dänemark in einem Zimmer, was super war!
Als alle fertig waren sind wir alle zusammen noch in einen Bar und danach am Meer zurück ins Hotel spaziert. Am nächsten morgen wurden wir eher unsanft geweckt, es wurde einfach mal so lange auf dem Zimmer angerufen bis wir beim Frühstück saßen. Nach 3 Tassen Kaffee fühlte ich mich einigermaßen wach und es konnte los gehen. In Regenjacken (soweit diese vorhanden waren) gepackt und ich Flaggen eingekuschelt ging es auf ein Boot was uns die schönsten Strände in Ubatuba zeigen sollte. Der Regen prasselte nur so vom Himmel und es war viel Wellengang, was dazu führte das so gut wie alle Seekrank wurden. Ich war eine der glücklichen, der nur etwas Flau im Magen war. Doch Lumi aus Mexico und ich wollten uns den Spaß nicht durch das Wetter verderben lassen, wir hatten unsere Bikinis mitgenommen. Wir wechselten Klamotten und Sprangen mit lautem Gekreische Hand in Hand vom Boot ins Meer. Es war unglaublich! Das Wasser war warm durch die Sonne die letzten Tage und der Regen war eisig Kalt. Kurz darauf folgte uns noch Mats aus Dänemark ins warme Nass. Wir plantschten ein bisschen mit unseren Flaggen rum, machten ein paar Bilder und stiegen wieder aufs Boot. Allerdings setzte danach auch die starke Übelkeit bei mir, was dazu führte das ich den Rest der Boottour schlief.
Als wir wieder am Strand ankamen sind wir noch ein paar riesigen Krabben begegnet (Krabben sind nicht mein ding) aber die anderen haben die tatsächlich auf die Hang genommen. Noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt und wieder zurück nach Hause!
Insgesamt ein sehr schönes Wochenende! :)